PvP-Kurzguide

 

Dieser Kurzguide eignet sich für Anfänger und Fortgeschrittene. Er soll einen Überblick über die grundlegenden Elemente des Eroberung-Spielmodus bieten und wird den erfolgreichen und eigentlich fast sicheren Weg zum Sieg näherbringen.

 

Basics - Grundlagen


Im Spielmodus Conquest / Eroberung kämpfen zwei Teams um die Herrschaft über drei Eroberungspunkte. Wer einen Eroberungspunkt kontrolliert erhält durch diesen alle zwei Sekunden einen Punkt. Es gewinnt das Team, welches innerhalb des Zeitlimits von 15 Minuten zuerst 500 Punkte erreicht. 

Dabei werden Punkte primär über die Kontrolle von Eroberungspunkten

und sekundär über Kills (je 5 Punkte) erzielt.

 

Jede Karte bietet eine zusätzliche Sekundärmechanik, die dem beanspruchenden Team Punkte oder einen Bonus auf ihre Attribute  gewährt.

 

Anders als es zunächst den Anschein haben könnte gewinnt man diesen Spielmodus eher durch Strategie als durch Kampfkraft. Ein im Fight unterlegenes Team kann ein Team aus besseren Kämpfern meistens durch bessere Rotation schlagen.

Doch dazu später mehr.


Es gibt vier verschiedene Rollen, die durch die Spieler und ihre Klassen/Builds ausgefüllt werden sollten. 

In der Regel setzt sich ein Team aus zwei Damage Dealern, einem Supporter, einem Duellanten und einem Roamer zusammen.

Die beste Kombination ist jedoch von der Zusammenstellung des Gegnerteams und der zu bespielenden Karte abhängig.

 

Supporter

Supporter unterstützen ihre Verbündeten durch Heilung und Segen oder weitere unterstützende Effekte. Sie bevorzugen Teamfights und vermeiden Duelle. 

Beim Respawn suchen sie die Nähe von Teammitgliedern und wenn keine in der Nähe sind rotiert der Supporter zu seinen Verbündeten.

Es ist ein verbreiteter Irrglaube, dass der Supporter den Punkt "bunkert". Er kann Gegner hinhalten, bis Mitspieler eintreffen, doch wenn keine Verstärkung verfügbar ist sollte er den Kampf verlassen und wieder die Nähe zu Verbündeten suchen, denn dort ist er am effektivsten. 

 

Damage Dealer

Damage Dealer teilen den meisten Schaden aus und entscheiden die Kämpfe im Teamfight. Häufig fehlt es ihnen an Defensive, um länger allein im  Kampf zu überleben. daher halten sie sich an Supporter, mit denen zusammen sie den Teamkern  für  Teamfights bilden.

Damage Dealer sollten Duelle in den meisten Fällen vermeiden und sich mit ihren Mitspielern neu gruppieren, bevor ein Eroberungspunkt angegriffen werden sollte,  auf dem  Gegenwehr zu erwarten ist.

 

Duellant

Duellanten gewinnen Duelle und vermeiden Teamkämpfe. Eher gehen sie unbewachte Eroberungspunkte an, und sei es nur um sie neutral zu färben. 

Können sie einen Kampf nicht gewinnen, nutzen sie das Terrain und ihre Mobilität, um die Gegner beschäftigt zu halten und dem eigenen Team somit das Momentum zu beschaffen.

 

Roamer

Roamer zeichnen sich durch ihre Schnelligkeit und einen hohen Burst-Schaden aus. 

Meistens  vermeiden sie Duelle und versuchen stattdessen Verbündete durch +1 zu unterstützen und so einen zahlenmäßigen Vorteil auf den Eroberung zu bringen. 

Das Beschaffen des Momentums durch vorrausschauende  Rotation stellt die Hauptaufgabe der Roamer dar.

 


Die taktisch bessere Rotation gewinnt in der Regel das Spiel. Hierfür ist es wichtig, dass die Spieler ihre jeweiligen Rollen berücksichtigen und stets die Karte im Blick behalten. Eroberungspunkte werden in den meisten Fällen nicht durch eine gute Performance  im Kampf, sondern durch zahlenmäßige Überlegenheit gewonnen.

 

Im Kern wird stets versucht, durch Kills oder Rotation eine Überzahl-Situation auf dem Eroberungspunkt zu erzeugen. 

 

 

Map-Awareness

Alle Spieler sollten stets grob Kenntnis darüber haben, welche Spieler sich an welchem Ort auf der Karte befinden. Dazu hilft die Liste der Tode am rechten Bildschirmrand und die Klassen-Symbole auf der Karte.

Als Gildenteam sollte zusätzlich im TS darüber kommuniziert werden, welche Gegner sich wohin bewegen, sodass die Mitspieler in ihrem Rotationsverhalten schnellstmöglich darauf reagieren und wieder eine Überzahl-Situation erzeugen können.

 

Overextention

= zu hohe Verpflichtungen übernehmen, sich zu viel aufbürden

... beschreibt den Versuch, einen Vorteil auf der Karte zu erlangen, den man nicht dauerhaft halten kann. Overextention ist der häufigste Grund für eine Niederlage, da es immer eine Unterzahl-Situation auf mindestens einem Punkt erzeugen wird, wenn die Gegner nicht kompletter Müll sind.

Das größte Risiko für Overextention besteht dann, wenn das Gegnerteam zum Beispiel auf dem "Mid"-Punkt vollständig getötet wurde und sich in der Respawn-Phase befindet.

Wenn jetzt versucht wird, drei Eroberungspunkte zu halten oder die Gegner am Spawn zu binden wird früher oder später eine Unterlegenheit entstehen, vor allem, wenn die Gegner sich neu gruppieren, statt sich aufzuteilen. 

Durch Overextention verliert man das Momentum an die Gegner. Overextention kann am besten durch Geduld vorgebeugt werden und dadurch, dass die Spieler sich auf ihre eigenen Rollen besinnen.

 

Momentum

Jenes Team, welches die Vorherrschaft über die Karte besitzt, hat auch das Momentum inne. In der Regel kontrolliert dieses Team zwei der Eroberungspunkte und hat somit die Zeit auf seiner Seite.

Der clevere PvP-Spieler kennt zwei grundlegende Wege, das Momentum zu erhalten:

  • Erzeugen einer Überzahl-Situation durch Kills
  • Rotation zu einem leeren gegnerischen Punkt

Während den Eindruck entstehen könnte, dass das Momentum vor allem in der Hand von Duellant und Roamer liegen, darf nicht vergessen werden, dass jeder Spieler gleichermaßen durch seine Rotation zum Vorteil auf einem Punkt beitragen kann.

 

Wenn die Bewegungen der Gegner beobachtet werden und anzunehmen ist, dass ein Punkt nicht innerhalb der nächsten Minute angegriffen wird, sollte man weiter rotieren.

 

Selbiges gilt für einen verteidigten gegnerischen Eroberungspunkt, auf dem nicht innerhalb von 30 Sekunden eine zahlenmäßige Erlegenheit oder das Neutralisieren des Punktes erreicht werden kann (Ausnahme: Ist der Duellant hier in Unterzahl, so kann er auch dadurch zum Momentum beitragen, dass er allein mehrere Gegner (langfristig!) bindet und somit woanders auf der Karte wieder eine zahlenmäßige Überlegenheit entsteht. 

 


Die Kämpfe auf den Eroberungspunkten entscheiden vereinfacht über Unterlegenheit oder Überzahl im Bezug auf die lebendigen Spieler auf der Karte. 

Ein Kill bringt dem entsprechende Team, das nun einen Spieler verloren hat, den Nachteilt, dass sie schwerer eine Überzahl-Situation erzeugen können.

 

Regroup

Wenn sich die Spieler nach dem Tod nicht sammeln, wenn mehrere Spieler gestorben sind, kann dieser zahlenmäßige Nachteil unbewusst dauerhaft aufrecht erhalten werden.  Je mehr Spieler ein Team gleichzeitig verloren hat, desto sinnvoller ist es, sich zunächst wieder zu gruppieren.

Gemeinsam rotiert man dann zu einem Eroberungspunkt, auf dem man somit wieder in der Überzahl ist. 

 

Focus Target

In der Regel wird versucht, einen Damage Dealer frühzeitig unter Druck zu nehmen, um der Gefahr, die von ihm ausgeht, vorzubeugen und ihn in die Defensive zu zwingen. 

In einigen Situationen kann es auch sinnvoll sein, den gegnerischen Support aus dem Spiel zu nehmen. Hier müssen die Spieler abwägen - wenn das Ziel nicht stark genug unter Druck geröt, sollte das Target gewechselt werden.

 

Als Targets eignen sich neben Damage Dealern vor allem Gegner, die hohe Cooldowns oder wenig Lebenspunkte haben. Ein Zielwechsel sollte immer angesagt werden.

 

Disengage

Aus oben genannten Gründen sollte der eigene Tod immer vermieden werden. Frühzeitig anzusagen, dass man Hilfe benötigt kann in vielen SItuationen rettend sein.

Falls es jedoch nicht ausreicht oder kein Support verfügbar ist sollte das Gelände und die eigenen Mobilitätsfertigkeiten ausgenutzt werden, um möglichst lange zu überleben.

 

Dabei ist es auch gerechetfertigt, einen Teamfight oder Eroberungspunkt zu verlassen und sich zurückzuziehen, um zu einem anderen Punkt zu rotieren oder wichtige Cooldowns zurückzugewinnen.

Einen Eroberungspunkt fallen zu lassen bringt nicht so einen großen Nachteil für das eigene Team wie der Tod eines Spielers --- Stichwort: Überzahl.

 

Ansagen

Kommunikation im TS bringt einen sehr mächtigen Vorteil, den ein nicht-koordiniertes Gegnerteam nur schwer ausgleichen kann. Neben speziellen Ansagen einzelner Rollen oder Klasse gibt es auch eine Vielzahl von wichtigen Ansagen, mit dem jeder Spieler zu einem besseren Gesamtüberblick für das eigene beitragen kann:

  • Bewegungen der Gegner - Wer geht wohin? (Anzahl und Klassen)
  • "Ich brauche Hilfe/Heilung/Condi Cleans/Stabi"
  • Stabilität, Widerstand, Tarnung
  • "Ich gehe down" / "Ress kommt!"
  • Eigene Bewegungen - "Ich gehe auf Close/Mid/Far"
  • Weitere Gegner, die den Teamfight betreten (Klasse und Anzahl)

 

 

 


Inhalte

 

  • Conquest verstehen
  • Rollen
    • Supporter
    • Damage Dealer
    • Duellant
    • Roamer
  • Rotation
    • Map-Awareness
    • Overextention
    • Momentum
    • Karten-Mechaniken
  • Kämpfen
    • Regroup
    • Focus Target
    • Disengage
    • Ansagen

 


Kurztipps

-folgen noch-




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